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Strompreise in Europa. Deutschland ist Spitzenreiter.

Die Strompreise in Europa sind seit Jahren im Aufwärtstrend, wobei die Preise für Haushaltskunden in vielen Ländern schneller wachsen als im Rest Europas.

Der durchschnittliche Strompreis in Europa lag Ende 2019 bei 20,5 Cent je Kilowattstunde. Die Unterschiede innerhalb Europas sind jedoch hoch und reichen für private Verbraucher von 9,97 Cent/kWh in Bulgarien bis 30,88 Cent in Deutschland.

Seit zwei Jahren Jahren geben Verbraucher in Deutschland am meisten Geld für ihren Strom aus, denn dort kostete die Kilowattstunde Ende 2019 knapp 30,9 Cent. Die deutschen Strompreise liegen im Vergleich schon lange weit über dem europäischen Durchschnitt. Strom ist hierzulande mehr als 3-mal so teuer wie in Bulgarien [9,97 Cent]. Der europäischen Statistik zufolge zahlen Stromkunden in Deutschland auch mehr als doppelt so viel wie ihre Nachbarn in Polen [13,34 ct] und auch in Österreich [20,34], den Niederlanden [20,25] und Frankreich [17,65] ist der Strom im Verhältnis sehr viel günstiger.

Der Strompreis in Europa hängt von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren ab, einschließlich der geopolitischen Lage, des nationalen Energiemixes, der Steuern und Netzkosten, sowie der Umweltschutzkosten. Die Preise für Energiebeschaffung und Versorgung [Netzkosten] blieben in den letzten 10 Jahren im europäischen Schnitt stabil. Sie stiegen von 12,3 Cent pro kWh in 2010 auf aktuell 13,2 Cent. Doch der Steueranteil kletterte stetig, von 25,6% im Jahr 2010 auf 36,6% im Jahr 2019.

Den größten innereuropäischen Unterschied verursachen Steuern und Abgaben. Im EU-Durchschnitt liegt dieser Anteil bei 36,6%. Doch die Werte variieren von Land zu Land und sind mit 63,7% in Dänemark am höchsten. In Deutschland, wo die staatlich veranlassten Preisbestandteile ebenfalls mehr als die Hälfte [52,3%] des Preises ausmachen, ist mit 21,5% die EEG-Umlage enthalten, die den Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglicht. Die niedrigsten Steuern und Abgaben werden mit 7% in Malta gezahlt. Ebenfalls am anderen Ende der Abgaben-Skala steht Irland, das mit 16,3% auch nur einen sehr niedrigen Steueraufschlag zahlt.

So ist ab 2020 mit weiter steigenden Strompreisen, auch für Industriekunden,  zu rechnen. Der Druck auf die Herstellungspreise in der Industrie wird wachsen. Gut aufgestellt sind die Unternehmen, die regelmäßig ihre energieeffizienten Maßnahmen bewerten und verbessern.

 

 

 

 

 

 

https://strom-report.de/download/strompreise-europa-2020/

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