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Der heimliche Energiefresser: Grüne Lösungen für Prozesswärme gesucht. Teil 2

 

Mittlerweile gibt es einige Pilotanlagen und erste Wärmespeicher in der Anwendung, und es kommen auch immer mehr neue hinzu.
Trotzdem stünden Solarthermie, Biomasse oder grüner Wasserstoff und thermische Speicher im Bereich Prozesswärme erst am Anfang.

Einen Plan, wie der Anteil erneuerbarer Energien im Bereich Prozesswärme erhöht werden soll, sucht man bei den meisten
Unternehmen bislang vergeblich. Der Schwerpunkt liegt momentan auf der Optimierung der Nutzung von Prozesswärme.
So gebe es unter anderem Projekte, die darauf ausgerichtet seien, mehr wieder einsetzbare Prozesswärme aus den eigenen
Anlagen zu gewinnen.
Nicht auf Knopfdruck umstellbar

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Industrie ihre Prozesswärmeproduktion bereits sehr stark von Kohle und Öl
auf CO2-ärmeres Erdgas umgestellt, meist in hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Industrieprozesse seien sehr kapitalintensiv,
mit technisch hochkomplexen Anlagen, die sich nicht „auf Knopfdruck“ umstellen ließen.

Alternativen für Prozesse mit hohen Temperaturen seien außerdem Mangelware. Es fehlt grundsätzlich an geeigneten Rahmenbedingungen,
um Prozesswärme durch erneuerbare Energien bei ausreichender Verfügbarkeit und wettbewerbsfähigen Preisen zu erzeugen.

In der Zukunft sieht er einen Mix aus Biomasse, Strom und grünem Wasserstoff, der die fossilen Energien in den nächsten
zwanzig Jahren ablösen könnte. Neben dem CO2-Preis braucht es dafür aber auch unbedingt rasch verlässliche Rahmenbedingungen
für weitere erforderliche Investitionen, wie etwa für die Forschung und Entwicklung von Power-to-Heat.

Genau darauf hoffen auch Start-ups wie EnergyNest mit ihren Wärmespeichern. Das Interesse aus der Industrie steige zusehends,
freut sich CEO Thiel. Neben Siemens Energy und Eni arbeitet das norwegische Unternehmen unter anderem mit dem französischen
Energiekonzern EDF zusammen. Auch mit weiteren deutschen Industrievertretern sei man im Gespräch.
In der deutschen Industrie gibt es noch viel zu tun.

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